Veröffentlicht am 18.02.2009

Lloyd Fonds AG erstmals mit negativem Jahresergebnis

  • Schwaches viertes Quartal und Sondereffekte belasten Jahresergebnis
  • Umsatzrückgang auf 48 Millionen Euro durch niedrige Konzeptions- und Platzierungserlöse
  • Unsichere Rahmenbedingungen verhindern verlässliche Prognose

 

Hamburg, 18. Februar 2009. Das Hamburger Emissionshaus Lloyd Fonds AG hat im Geschäftsjahr 2008 Eigenkapital in Höhe von 278 Millionen Euro platziert, nach 452 Millionen Euro im Vorjahr. Nach vorläufigen Berechnungen nahmen die Umsatzerlöse von 90,1 Millionen Euro auf 48,1 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2008 ab. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) ging von 28,3 Millionen Euro auf -4,3 Millionen Euro zurück. Das Ergebnis nach Steuern reduzierte sich von 20,2 Millionen Euro auf -4,6 Millionen Euro.

Dr. Torsten Teichert, Vorstandsvorsitzender der Lloyd Fonds AG: „Auch wenn wir bereits zum Jahreswechsel 2007/2008 mit der Neuorganisation unseres Vertriebs grundsätzliche Prozesse umstrukturiert haben, so mussten wir für das Geschäftsjahr 2008 auf Grund der Finanzkrise erstmals in der Unternehmensgeschichte ein negatives Ergebnis ausweisen. Aber Lloyd Fonds ist so aufgestellt, dass wir auch in einer noch andauernden Schwächephase gut bestehen können und für das mit Sicherheit kommende Wiederanspringen der Nachfrage nach geschlossenen Fonds gut gerüstet sind.“

Niedrigere Umsätze und höherer Aufwand beeinflussen Jahresergebnis

Das Ergebnis des Geschäftsjahres 2008 ist durch Umstrukturierungsmaßnahmen sowie zusätzliche Wertberichtigungen auf Beteiligungen sowie Zinssicherungsgeschäfte belastet. Umsatzseitig machten sich das Ausbleiben von größeren Exklusivplatzierungen im Bankenbereich sowie der drastische Einbruch der Vertriebszahlen im vierten Quartal bemerkbar. Dies führte zu deutlich niedrigeren Erlösen aus der Platzierung. Gleichzeitig wurden im vierten Quartal keine neuen Fonds aufgelegt, so dass es keine neuen Konzeptionserlöse gab. Bei mehreren der in 2008 weiter platzierten Fonds fand die Erlösvereinnahmung bereits 2007 statt. Seit 2008 erfolgt die Realisierung eines größeren Teils der Erlöse bei neu aufgelegten Fonds erst mit der Platzierung.

Auf der Kostenseite machten nach den Vertriebskosten die Personalkosten die größten Positionen aus. Hierbei wirkten sich insbesondere die Abfindungen in Zusammenhang mit dem Ausscheiden eines Vorstandsmitglieds sowie Aufwendungen im Rahmen der Restrukturierung belastend aus. Beides schlug sich mit rund 1,5 Millionen im Ergebnis negativ nieder.

„Wir haben im vergangenen Jahr unsere Hausaufgaben gemacht. Die schwächere Nachfrage nutzen wir zur internen Reorganisation, effizienteren Gestaltung von Prozessen sowie zur Erhöhung der Rentabilität“, sagt Finanzvorstand Michael F. Seidel. „So planen wir in 2009 mit Personalkosten, die rund 3 Millionen Euro unter dem vergangenen Jahr liegen werden. Auch andere Kostenpositionen haben wir reduziert und bestehende Risiken abgebaut.“

Unsicheres gesamtwirtschaftliches Umfeld

Die unverändert kritische Lage an den internationalen Finanzmärkten sowie der bisher ungebremste Abschwung der Realwirtschaft werden auch im laufenden Jahr den Absatz und die Performance geschlossener Fonds beeinflussen. Einerseits steigt die Nachfrage nach kapitalmarktunabhängigen, sachwertorientierten Investments, da das Zinsniveau sukzessive sinkt, die Inflation steigt und unverändert ein Überschuss an Liquidität im Markt nach Anlagemöglichkeiten sucht. Andererseits ist das Vertrauen in die Akteure am Kapitalmarkt erschüttert und die Anleger tendierten zumindest bis Ende 2008 in eher kurzfristige, liquide Anlagen, für die nun allerdings deutlich niedrigere Zinsen geboten werden.

Auf Grund des nicht einschätzbaren Umfelds hält das Unternehmen eine verlässliche Prognose für das Gesamtjahr 2009 derzeit nicht für möglich. Zwar gehen Branchenexperten von einem Platzierungsvolumen für den Gesamtmarkt von rund 10 Milliarden Euro auf dem Niveau des Vorjahres aus, aber ein Ausblick für das individuelle Unternehmen ist derzeit mit zu viel Unsicherheit behaftet. Gleichwohl ist Lloyd Fonds nach den frühzeitig umgesetzten Umstrukturierungsmaßnahmen gut aufgestellt, um auch eine noch anhaltende Schwächephase des Marktes zu überdauern. Dazu tragen die hohe Eigenkapitalquote, die stabile Aktionärsstruktur und die vorhandene Liquidität bei.

Auf Grund der Maßnahmen zur Kostensenkung und Effizienzverbesserung sowie des steigenden Anteils der neuemissionsunabhängigen Erlöse kann Lloyd Fonds ohne Sondereffekte bereits mit einem platzierten Eigenkapital von rund 150 Millionen Euro die Gewinnschwelle erreichen. Die wiederkehrenden Erträge decken über 60 Prozent der für das Jahr 2009 geplanten Fixkosten ab.

Geschäftsbericht 2016

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