Veröffentlicht am 06.11.2008

Lloyd Fonds AG auch in turbulenten Marktphasen mit Gewinn

  • Periodenüberschuss im dritten Quartal 2008 erreicht 0,2 Millionen Euro
  • Finanzmarktkrise lässt Nachfrage nach Anlageprodukten drastisch zurückgehen
  • Markterholung erst im Jahr 2009 erwartet

 

Hamburg, 6. November 2008. Das Hamburger Emissionshaus Lloyd Fonds AG hat ungeachtet der Turbulenzen auf den (Finanz-)Märkten auch im dritten Quartal 2008 einen Gewinn erzielt. Damit steigt der Überschuss von Januar bis September 2008 auf 3,8 Millionen Euro. „Lloyd Fonds ist mit einem erfolgreichen Geschäftsmodell ein auch in widrigen Marktverhältnissen profitables Unternehmen“, so Torsten Teichert, Vorstandsvorsitzender der Lloyd Fonds AG. Lloyd Fonds hat in den ersten neun Monaten des Jahres 2008 Eigenkapital in Höhe von 268 Millionen Euro am Markt platziert, das sind 105 Millionen Euro weniger als in der entsprechenden Periode des Vorjahres. So wurde ungeachtet der schwachen Finanzmärkte im dritten Quartal Eigenkapital in Höhe von 93 Millionen Euro eingeworben. Damit handelte es sich um das erfolgreichste Sommerquartal der Unternehmensgeschichte. Vor dem Hintergrund dieser Geschäftsentwicklung erzielte Lloyd Fonds in den ersten neun Monaten des Jahres 2008 ein Umsatzvolumen in Höhe von 45 Millionen Euro, etwa 22 Millionen Euro weniger als in der entsprechenden Vorjahresperiode.

Diese Entwicklung muss in engem Zusammenhang gesehen werden mit der seit Jahrzehnten heftigsten Krise an den Finanzmärkten und der gegenwärtig stark und überraschend nachlassenden internationalen Konjunkturdynamik. Beides führt dazu, dass aufgrund der hohen Unsicherheit an den Märkten die Anleger ihre Ersparnisse nur noch sehr kurzfristig und kursstabil investieren – eine Entwicklung, die zur Vermeidung längerfristiger und weniger liquider Anlagen führt. Dies führte spätestens seit September 2008 im gesamten Finanzsektor zu einem deutlichen Rückgang der Nachfrage nach Kapitalanlagen. Nahezu alle Unternehmen der Finanzdienstleistungsbranche mussten ihre Geschäftserwartungen für das laufende Jahr revidieren, viele verzeichneten in den ersten neun Monaten sogar teils erhebliche Verluste und einige mussten bereits die weltweit aufgelegten staatlichen Hilfsprogramme in Anspruch nehmen. „Im derzeitigen Umfeld ist dieses Jahr nicht mehr von einer nachhaltigen Erholung der Finanzmärkte auszugehen“, schätzt Michael F. Seidel, Finanzvorstand bei Lloyd Fonds, die Situation ein, insofern sei auch nicht mehr „mit einer Wiederbelebung der Nachfrage nach geschlossenen Fonds im Verlauf des traditionell starken vierten Quartals zu rechnen“. Hinsichtlich der Initiierung neuer Fonds wird sich Lloyd Fonds weiterhin eng an der Nachfrage orientieren und nimmt angesichts des Marktumfeldes derzeit eine eher abwartende Haltung ein.

Wegen der allgemeinen Unwägbarkeiten geben Vorstand und Aufsichtsrat keine neue Prognose für das Gesamtjahr 2008 ab. Trotz allem hat sich aber gezeigt, dass Lloyd Fonds ein Geschäftsmodell entwickelt hat, das auch in einem krisengeschüttelten (Finanz-)Markt stabil bleibt. Auf Grund der vorausschauenden Geschäftspolitik und des funktionierenden Risiko-Controllings mussten auch im dritten Quartal 2008 keine nennenswerten Wertberichtigungen vorgenommen werden. Eine stabile Bilanzstruktur, eine im Vergleich mit unmittelbaren Wettbewerbern sehr hohe Eigenkapitalquote und der niedrige Verschuldungsgrad führen dazu, dass alle geplanten Fonds finanziert werden können. Schwieriger stellt sich unverändert der Absatz der Produkte dar. So konnte Lloyd Fonds in Oktober lediglich 5,2 Millionen Euro Eigenkapital platzieren.
Lloyd Fonds Vorstandsvorsitzender Dr. Teichert schätzt, dass es im Jahr 2009 zu einer Renaissance der Sachwerte kommt, nachdem nominale (Finanz-)Werte massive Bewertungskorrekturen erfuhren. Eine solche Entwicklung dürfte ebenso wie die Abgeltungsteuer, von der geschlossene Fonds in der Regel nicht betroffen sind, zu einem spürbaren Anstieg der Nachfrage nach Beteiligungsmodellen auch von Lloyd Fonds führen. Verlässliche Einschätzungen hierzu, so Teichert, seien aber erst möglich, wenn sich die Märkte möglicherweise in den kommenden Wochen beruhigen und sich Anfang 2009 wieder erste längerfristige Trends identifizieren lassen.

Kennzahlen

in Mio. Euro 9M-2008 9M-2007 Delta  Q3-2008 Q3-2007
Delta
Umsatzerlöse  45,5 67,2 -32,3% 17,3 18,7 -7,5%
Emissionsunabhängige
Erlöse
 14,8 13,3 11,3% 4,2 5,4 -22,2%
EBIT 5,6 14,9 -62,4% 2,2 5,7 -61,4%
Konzernperioden-
überschuss
3,8 11,1 -65,8% 0,2 4,0 -95,0%
EBIT-Marge 12,3% 22,2% -9,9%-P. 12,7% 30,5% -17,8%-P.
Umsatzrendite 8,4% 16,5% -8,1%-P. 1,2% 21,6% -20,4%-P.
Bilanzsumme 125,4 105,6 18,8%      
Eigenkapital 74,0 76,0 -2,6%      
Eigenkapitalquote 59,0% 71,9% -12,9%-P.      
Ergebnis je Aktie (Euro)
0,30 0,87 -65,5% 0,02 0,32 -93,8%
Mitarbeiterzahl (Durchschn.)
156 126 23,8% 163 140 16,4%
Personalaufwand 10,8 9,2 17,4% 2,9 2,8 3,6%
Personalaufwandsquote 23,8% 13,7% 10,1%-P. 16,8% 15,2% 1,6%-P.

Geschäftsbericht 2016

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