Veröffentlicht am 07.05.2008

Lloyd Fonds AG wächst langsamer im schwierigen Kapitalmarktumfeld - Prognose für Gesamtjahr bestätigt

  • Platziertes Eigenkapital von rund 80 Millionen Euro
  • Quartalsergebnis von -0,4 Millionen Euro
  • Ausbau der Präsenz im freien Vertrieb
  • Attraktive Verträge für vier 12.800 TEU-Containerschiffe

 

Hamburg, 7. Mai 2008. Die Lloyd Fonds AG, Spezialist für geschlossene Fonds und strukturierte Kapitalanlagen, hat im ersten Quartal rund 79 Millionen Euro platziert. Gegenüber der durch einen großen exklusiven Fonds (70 Millionen Euro) geprägten Vorjahresperiode entspricht dies einem Rückgang um 32 Prozent. Auf der anderen Seite konnte das im freien Vertrieb platzierte Eigenkapital von 24 Millionen Euro auf 35 Millionen Euro gesteigert werden. Damit wurde dieser Vertriebsweg weiter ausgebaut und wird auch in den kommenden Quartalen mit kontinuierlich höheren Platzierungszahlen zum Platzierungsvolumen beitragen. Wiederum im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum wurde in der Berichtsperiode kein Zwischengewinn realisiert und innerhalb des neu konzipierten Beteiligungskapitals nur ein Schiffsfonds aufgelegt. In der Folge drehte das Konzernperiodenergebnis von vier Millionen Euro in der Vorjahresperiode in ein Minus von 0,4 Millionen Euro in den ersten drei Monaten des Jahres 2008.

Weiterer Ausbau der Vertriebsaktivitäten
Das Platzierungsergebnis von Lloyd Fonds im ersten Quartal zeichnet sich insbesondere durch den starken Anstieg des Anteils der bankenunabhängigen Vertriebspartner aus. Im laufenden Geschäftsjahr stieg das über freie Vertriebspartner platzierte Eigenkapital um nahezu die Hälfte auf rund 35 Millionen Euro (Vorjahr: 24 Millionen Euro) und damit auf gut 40 Prozent der Gesamtleistung. Dazu trug auch ein exklusiver Schiffsfonds mit einem bankenunabhängigen Vertriebspartner bei. Gleichzeitig ist jedoch das gesamt Platzierungsvolumen um rund 32 Prozent auf 79 Millionen Euro zurückgegangen. Der Vorjahreswert von 116 Millionen Euro war von der exklusiven Kooperation mit einem Partner im Bankenbereich geprägt und trug zu den Platzierungszahlen zu knapp zwei Dritteln bei. In den ersten drei Monaten 2008 dominierten die geschlossenen Schiffsfonds mit 44 Millionen Euro oder 56 Prozent das Platzierungsvolumen. Immobilien trugen mit 17 Millionen Euro oder 21 Prozent und Flugzeuge mit 12 Millionen Euro (15 Prozent) zum platzierten Eigenkapital bei. Im Bereich der institutionellen Produkte und der Lebensversicherungen wurden jeweils nahezu 3 Millionen Euro im ersten Quartal platziert. Insgesamt konnte Lloyd Fonds seinen Anlegern im ersten Quartal zwölf unterschiedliche Fonds in fünf unterschiedlichen Asset-Klassen anbieten.

Neben dem Ausbau der Präsenz im freien Vertrieb hat Lloyd Fonds durch den Erwerb eines Anteils von 22 Prozent an der unabhängigen Finanzvertriebsgruppe Feedback AG einen Partner aus diesem Bereich enger an sich gebunden. Durch die Kooperation sollen künftig noch zielgruppengerechtere Produkte für die Anleger des freien Vertriebs konzipiert werden.

Ergebnis im Rahmen der Jahresplanung
Der Umsatz im ersten Quartal fiel vor dem Hintergrund der oben geschilderten Entwicklung um 46 Prozent auf 11,3 Millionen Euro. Dieses ist gleichermaßen auf die niedrigeren Platzierungszahlen und auf das – wegen der zahlreichen Markteinführungen zum Jahreswechsel – deutlich geringere Volumen an neu konzipierten Produkten zurückzuführen. Im Vorjahr wurden im gleichen Zeitraum anteilige Erlöse für vier neuinitiierte Fonds (den großen Schiffsfonds „Schiffsportfolio II“, den Flugzeugfonds „Emmeline“ sowie zwei Fonds mit britischen Kapitallebensversicherungen) verbucht. Gleichzeitig fiel im Gegensatz zum Vorjahr in diesem Quartal kein Erlös aus der Realisierung von stillen Reserven in der Schiffs-Pipeline an (Vorjahr: 2 Millionen Euro).
 
Bei den Kosten hat sich der Materialaufwand proportional zum Platzierungsvolumen auf 7,0 Millionen Euro verringert (Vorjahr: 12,7 Millionen Euro). Der Personalaufwand ist in allen Unternehmensbereichen weiter gestiegen. Der Anstieg der Personalkosten auf 3,5 Millionen Euro entwickelte sich dabei unterproportional zum Anstieg der Mitarbeiterzahl.

Das EBIT lag mit -1.8 Millionen Euro ebenfalls unter dem Vorjahreswert (5,2 Millionen Euro). Auf Basis des Konzernperiodenergebnisses von -0,4 Millionen Euro ergibt sich ein Ergebnis je Aktie (EPS) von -0,03 Euro.

Ziele für Gesamtjahr unverändert bestätigt
Auf Grund der unverändert positiven Stimmung für die Platzierungszahlen geschlossener Fonds sowie unter Berücksichtigung des Ergebnisses des ersten Quartals bestätigt der Vorstand die Prognose für das Gesamtjahr 2008. Das Platzierungsvolumen soll demnach auf 600 Millionen Euro steigen. Davon entfallen etwa 250 Millionen Euro auf geschlossene Schiffsfonds, 80 Millionen Euro auf Immobilien und 170 Millionen Euro auf andere Asset-Klassen wie Flugzeuge oder Kapitallebensversicherungen. Rund 100 Millionen Euro sollen in verschiedenen Anlagekategorien bei institutionellen Investoren platziert werden. Hinsichtlich der genannten Platzierungsvolumina wird das erste Halbjahr mit rund einem Drittel verantwortlich zeichnen; das zweite Halbjahr in der Konsequenz mit zwei Dritteln. Dazu wurde insbesondere der Vertrieb strukturell und personell gestärkt. Als eigenständiger operativer Bereich soll die Effizienz erhöht werden. Neue Vertriebsmitarbeiter, die zum Teil über langjährige Branchenerfahrung verfügen, werden dazu das eigene Team verstärken. Der Konzernjahresüberschuss des Jahres 2008 soll in der Folge auf 23 Millionen Euro steigen. Zu den Einnahmen aus dem operativen Geschäft kommen in den Folgequartalen auch Erlöse aus der Realisierung von Stillen Reserven hinzu. Diese sind das Ergebnis einer vorausschauenden Akquisitionspolitik beim Auf- und Ausbau der Asset-Pipeline für künftige Projekte. Im zweiten Quartal konnten so zwei 12.800 TEU Containerschiffe mit Gewinn an einen Partner verkauft werden, während für zwei weitere Schiffe dieser Baureihe eine langfristige Charter abgeschlossen wurde. Mit einem Ablieferungsdatum zwischen 2010 und 2011 können diese Schiffe mit einem Eigenkapitalvolumen von über 110 Millionen USD noch in diesem Jahr in den Vertrieb gehen. Bereits in der Konzeption befinden sich drei Schiffsfonds (ein Containerschiff mit 4.300 TEU und zwei Bulker mit 92.500 dwt), die jeweils für den Exklusivvertrieb mit einem oder mehreren Vertriebspartnern aufgelegt werden. Weiterhin soll im zweiten Quartal ein weiterer Immobilienfonds mit einem Hotel in Fleessensee konzipiert werden und zeitnah in den Vertrieb gehen.

Beim Gesamtjahresergebnis wird weiterhin das Ziel verfolgt, dass der Anteil der wiederkehrenden Erlöse aus Treuhand- und Managementgebühren überproportional wächst, um so einen steigenden Teil der Fixkosten abzudecken. Gleichzeitig wird bei künftig aufzulegenden Fonds ein größerer Teil der Erlöse phasengleich zum Platzierungsverlauf vereinnahmt.


Kennzahlen in Millionen Euro Q1-2008 Q1-2007 Delta
Umsatzerlöse 11,3 21,2 -46,4%
Emissionsunabhängige Erlöse 2,0 6,3 -68,2%
EBIT -1,8 5,2 -134,4%
Konzernjahresergebnis -0,4 4,1 -110,7%
EBIT-Marge -15,8% 24,6% -40,4%Pkte
Umsatzrendite 3,9% 19,3% -23,2%Pkte
Bilanzsumme 117,7 138,4 -14,9%
Eigenkapital 85,7
84,7 1,2%
Eigenkapitalquote
72,8% 61,2% 11,6%
Ergebnis je Aktie (in EUR)
-0,03 0,32 -110,6%

Mitarbeiter

148

116

28,7%
Personalaufwand 3,5 2,9 21,6%
Personalaufwandsquote 31,2% 13,7% 17,5%Pkte

Platziertes Eigenkapital

79

116
 
Platziertes Eigenkapital, kum. 1.702 1.623  
Verwaltetes Treuhandvermögen, kum. 1.292 1.100  
Anzahl der Anleger, kum. 45.660 32.029  


 

 

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