Veröffentlicht am 08.08.2007

Lloyd Fonds: Rekord-Platzierungsergebnis im 1. Halbjahr

  • 294 Millionen Euro platziertes Eigenkapital
  • Michael F. Seidel wird neuer Finanzvorstand
  • Außerplanmäßige Wertminderung auf US-Immobilien belastet Halbjahresergebnis
  • Bestätigung der Ergebnisprognose von 20 Millionen Euro für das Gesamtjahr 2007 –
    Erhöhung der Prognose für das platzierte Eigenkapital auf 450-470 Millionen Euro

 

Hamburg, 8. August 2007. Mit den Ergebnissen des ersten Halbjahres 2007 bestätigt Lloyd Fonds seine Wachstums- und Diversifikationsstrategie. So wurde gleich eine ganze Reihe attraktiver Beteiligungsangebote in den ersten sechs Monaten an den Markt gebracht. Das Volumen des platzierten Eigenkapitals stieg entsprechend stark um fast 50% auf 294 Millionen Euro an. Dies ist ein Rekord in der Unternehmensgeschichte. Die Umsätze stiegen um 14% gegenüber den ersten sechs Monaten des Jahres 2006 auf 48,5 Millionen Euro. Mit einem Überschuss von 7,0 Millionen Euro liegt das Halbjahresergebnis unter dem erwarteten Wert von 8,5 Millionen Euro. Grund dafür ist eine außerplanmäßige Wertminderung auf ein Portfolio von US-Immobilien. Die Ergebnisprognose für das Gesamtjahr 2007 wird jedoch bestätigt, da auf Grund der hervorragenden Platzierungszahlen des ersten Halbjahres die Prognose für das platzierte Eigenkapital angehoben wird.

Michael F. Seidel wird neuer Finanzvorstand (CFO) - Holger Schmitz scheidet aus dem Vorstand aus

Mit Michael F. Seidel (48) hat die Lloyd Fonds AG einen neuen Finanzvorstand gewonnen, der diese Aufgabe zum 1. September 2007 übernehmen wird. Zum 31. August 2007 wird Holger Schmitz (40), der seit 2004 zunächst für den Bereich Finanzen und später für Produkte und Konzeption Mitglied des Vorstands der Lloyd Fonds AG ist, auf eigenen Wunsch aus dem Vorstand ausscheiden.

Michael F. Seidel, Diplom-Kaufmann, kommt von der Hamburger Max Bahr-Gruppe, bei der er seit 2002 als Geschäftsführer/CFO fungierte. Zuvor verantwortete Seidel als Direktor die Konzern-Finanzen der Otto Versand-Gruppe. "Mit Michael F. Seidel gewinnen wir einen ausgewiesenen und sehr erfahrenen Finanzexperten", so Prof. Dr. Eckart Kottkamp, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Lloyd Fonds AG. "Herr Seidel wird in seiner Funktion als Finanzvorstand des Unternehmens auch die Finanzierung und das Controlling der von Lloyd Fonds geplanten oder aufgelegten Beteiligungen übernehmen."

Holger Schmitz wird künftig der Lloyd Fonds AG unter anderem als Geschäftsführer des offenen Schiffsfonds LF Open Waters OP verbunden bleiben. Vorstandsvorsitzender Dr. Torsten Teichert: "Holger Schmitz hat für die überaus positive Entwicklung der Lloyd Fonds AG in den letzten sieben Jahren eine wichtige Rolle gespielt und sich große Verdienste um das Unternehmen erworben. Wir bedauern seinen Entschluss."

Im künftigen Vorstand der Lloyd Fonds AG verantwortet Dr. Torsten Teichert die Bereiche Strategie, Produkte und Akquisition. Dr. Marcus Simon wird weiterhin für Vertrieb sowie für Treuhand und Zweitmarktgeschäft zuständig sein. Michael Seidel übernimmt das erweiterte Ressort Finanzen und Controlling.

Wertminderung verringert Halbjahresüberschuss - Prognose für Gesamtjahr bestätigt

Trotz gesteigerter Platzierungsvolumina liegt das Ergebnis unter dem Vorjahresniveau. Dies ist zum Teil damit zu begründen, dass ein Teil der Erlöse des 190 Millionen UD-Dollar Eigenkapital großen Lloyd Fonds Schiffsportfolio II bereits in der Konzeptionsphase und damit im Vorjahr angefallen ist. Zudem wurde der Periodenüberschuss im Lloyd Fonds-Konzern durch die Wertberichtigung der US-Appartementanlagen negativ beeinflusst. Trotz eines positiven laufenden Ergebnisbeitrags der Immobilien wurde damit dem schwachen US-Dollar sowie der Situation auf dem amerikanischen Immobilienmarkt Rechnung getragen. Zugleich machte sich im ersten Halbjahr auch der weitere Ausbau der Beschäftigtenzahl und damit der Anstieg der Personalkosten bemerkbar, der unverzichtbar ist für den Expansionskurs von Lloyd Fonds.

„Mit dem von uns ermittelten Wertminderungsaufwand reagieren wir trotz der positiven Ergebnisbeiträge auf die nachhaltige Schwäche des US-Dollars und die derzeitige Situation auf dem Immobilienmarkt. Dieser einmalige Sondereffekt tangiert aber nicht die Ergebnisprognose für das Gesamtjahr 2007“, kommentiert Dr. Torsten Teichert die Ergebnisentwicklung des ersten Halbjahres. „Positiv ist der deutliche Anstieg der emissionsunabhängigen Erlöse um 63% gegenüber dem Vorjahr“. Zu diesen Erlösarten gehören sowohl Erträge aus Treuhandtätigkeit und Management, die laufend vereinnahmt werden, als auch Erträge aus „Asset-Play“ - also dem An- und Verkauf von Schiffen. Die Leistungsfähigkeit von Lloyd Fonds stärken soll laut Teichert künftig auch ein Tochterunternehmen von Lloyd Fonds, das sich im Zweitmarkt für geschlossene Fonds engagiert. „Überdies werden neue Anlageformen künftig eine immer größere Rolle für Lloyd Fonds spielen und weitere Kundenkreise erschließen, wie zum Beispiel institutionelle Investoren“, skizziert Dr. Teichert den Expansionskurs. Mit dem weltweit ersten offenen Schiffsfonds gibt es seit Dezember 2006 eine echte Fondsinnovation; das Management der Schiffe in diesem Fonds erfolgt durch ein Tochterunternehmen der Lloyd Fonds AG in Singapur.

Vielzahl an attraktiven Beteiligungen

Besondere Aufmerksamkeit im ersten Halbjahr erregten der erste Flugzeugfonds Airbus A340-600 Emmeline und der größte bisher von Lloyd Fonds aufgelegte Schiffsfonds. „Mit dem Flugzeugfonds haben wir eine lange Zeit unbeachtete Asset-Klasse wieder belebt“, betont Dr. Marcus Simon, Vertriebsvorstand der Lloyd Fonds AG. Darüber hinaus konnte in kurzer Zeit das Lloyd Fonds Schiffsportfolio II voll platziert werden.

Mit insgesamt 13 Millionen Euro platziertem Eigenkapital in Österreich im ersten Halbjahr 2007 zeigte auch die geografische Diversifikations eine erfreuliche Entwicklung. Der offene Schiffsfonds LF Open Waters OP konnte von der unverändert hohen Nachfrage nach Schiffsbeteiligungen profitieren und trug mit 50 Millionen Euro im Halbjahr zu den Platzierungszahlen bei. Darüber hinaus kam an neuen Beteiligungsangeboten im zweiten Quartal der BKL VII hinzu, ein weiterer Fonds mit britischen Kapitallebensversicherungen des Zweitmarktes und einem Eigenkapitalvolumen von bis zu 25 Millionen Euro. Neu war auch das Immobilienportfolio Hamburg-Sylt, das in zwei neue Hotelanlagen investiert und über ein Eigenkapitalvolumen von 28 Millionen Euro verfügt. Diese Fonds ergänzen das bestehende Angebot an Immobilien, Schiffen, Private Equity und Lebensversicherungen. Seit Anfang August befindet sich auch das 74 Millionen Euro Eigenkapital große Lloyd Fonds Schiffsportfolio III im Vertrieb. „Dieses Anschlussprodukt zeigt, wie wichtig es ist, eine kontinuierliche Asset-Pipeline zu haben“, so Dr. Simon. Weitere Produkte in mehreren Asset-Klassen befinden sich zurzeit in Vorbereitung.

Konzernjahresüberschuss von 20 Millionen Euro angestrebt – Prognose für das platzierte Eigenkapital im Gesamtjahr auf 450-470 Mio. Euro erhöht

Vor dem Hintergrund des Vertriebserfolgs im ersten Halbjahr und der erfreulichen Perspektiven erwartet Lloyd Fonds im Gesamtjahr 2007 einen Anstieg des platzierten Eigenkapitals auf nunmehr rund 450-470 Millionen Euro. In der Folge soll der Konzernjahresüberschuss trotz des Wertberichtungsaufwands zum Halbjahr unverändert 20 Millionen Euro betragen.


Wichtige Kennzahlen der Lloyd Fonds AG (Konzern) zum 30. Juni 2007
Ergebnis (Mio. EUR) H1
2007
H1
2006
Delta Q2
2007
Q2
2006
Delta
Umsatzerlöse 48,5 42,4 +14,3% 27,3 10,9 +149,6%
Emissionsunabhängige Erlöse 9,3 5,7 +63,0% 3,8 4,2 -11,0%
EBIT 9,2 10,4 -11,5% 4,0 3,5 +13,8%
Konzernperiodenüberschuss 7,0 8,5 -17,3% 2,9 3,5 -15,5%
Umsatzrendite 14,5% 20,1% -5,6P% 10,8% 31,9% -21,1P%
EBIT-Marge 19,0% 24,6% -5,6P% 14,8% 32,4% -17,6P%
Ergebnis je Aktie (EUR) 0,56 0,67 -17,1% 0,23 0,27 -14,8%
Platziertes Eigenkapital 294 197 +49,2% 178 44 +304,5%
Anz. der Anleger, kumuliert 40.669 27.640  
 
Bilanz 30.06.2007 30.06.2006 Delta
Bilanzsumme 99,4 95,9 +3,7%
Eigenkapital 71,8 69,9 +2,8%
Eigenkapitalquote 72,3% 72,9% -0,6P%
 
Mitarbeiter H1
2007
H1
2006
Delta Q2
2007
Q2
2006
Delta
Mitarbeiterzahl (Durchschnitt) 121 90 +33,9% 126 93 35,5%
Personalaufwand 6,4 4,4 +44,3% 3,5 2,3 51,5%
Personalaufwandsquote 13,2% 10,5% +2,7P% 12,8% 21,1% -8,3P%

Zwischenbericht zum 30. Juni 2017

LF_HB1_2017_D_Gesch.jpg

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