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Information

Corporate Governance steht für eine verantwortungsvolle und transparente Führung und Kontrolle von Unternehmen. Für den Lloyd Fonds-Konzern hat das Thema Corporate Governance eine große Bedeutung. Gemeinsames Ziel von Vorstand und Aufsichtsrat ist es, für den Bestand des Unternehmens und seine nachhaltige Wertschöpfung zu sorgen.

Orientierung am Deutschen Corporate Governance Kodex ab dem Jahr 2019

Der Deutsche Corporate Governance Kodex (im Folgenden DCGK) enthält international und national anerkannte Standards guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung. Corporate Governance umfasst das gesamte System der Leitung und Überwachung eines Unternehmens. Hierzu zählen, neben seiner Organisation, geschäftspolitische Grundsätze und Werte, Leitlinien sowie interne und externe Kontroll- und Überwachungsmechanismen.

Eine gute und verantwortungsbewusste Corporate Governance soll maßgeblich zu einer verantwortungsvollen Unternehmensleitung und -kontrolle beitragen. Die effiziente Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Aufsichtsrat, die Achtung der Aktionärsinteressen, Offenheit und Transparenz sowie ein Bewußtsein für die Wirkungen des Geschäftsmodells auf Umwelt und Gesellschaft sind wesentliche Aspekte guter Corporate Governance. Zudem soll sie das Vertrauen von Aktionären, Investoren, Geschäftspartnern und Mitarbeitern sowie der Öffentlichkeit in ein Unternehmen fördern.

Vorstand und Aufsichtsrat der Lloyd Fonds AG sind derzeit rechtlich nicht verpflichtet jährlich zu erklären, dass dem DCGK entsprochen wurde bzw. wird und welche Empfehlungen des Kodex nicht angewendet wurden oder werden und warum nicht, da die Lloyd Fonds AG aufgrund der Notierung im Freiverkehr (Segment Scale) nicht zu den börsennotierten Gesellschaften im Sinne des § 161 Abs. 1 AktG gehört.

Der Vorstand der Gesellschaft hat mit Zustimmung des Aufsichtsrats der Lloyd Fonds AG am 21. Februar 2019 gleichwohl entschieden, sukzessive ausgewählte Empfehlungen des DCGK beginnend ab dem Geschäftsjahr 2019 umzusetzen. Hierzu beabsichtigt die Gesellschaft kontinuierlich, in der Regel mindestens einmal jährlich, zu prüfen, welche Empfehlungen des DCGK umgesetzt und beachtet werden sollen.

Über den Stand der Umsetzung soll jährlich im Geschäftsbericht berichtet werden. Dabei soll insbesondere dargestellt werden, welchen Empfehlungen des DCGK entsprochen wurde und welchen Empfehlungen in der Zukunft entsprochen werden soll. Anders als von § 161 AktG üblicherweise vorgesehen, soll, jedenfalls zunächst, nicht in einer Entsprechenserklärung dargelegt und erklärt werden, welche Empfehlungen nicht angewendet wurden oder werden und warum nicht.

Hamburg, im April 2019

Satzung der Lloyd Fonds AG pdf

PRI

Die Lloyd Fonds AG hat im Juni 2019 erklärt, die Unternehmensführung an den PRI Principles for Responsible Investment auszurichten.

Die UN Principles for Responsible Investment (UN PRI), deutsch: Prinzipien für verantwortliches Investieren (UNPRI), sind eine 2006 gegründete Investoreninitiative in Partnerschaft mit der Finanzinitiative des UN-Umweltprogramms UNEP und dem UN Global Compact. Die von den Vereinten Nationen unterstützte Initiative ist ein internationales Investorennetzwerk, das sechs Prinzipien für verantwortungsvolle Investments erstellt hat und umsetzen will. Ziel ist es, die Auswirkungen von Nachhaltigkeit für Investoren zu verstehen und die Unterzeichner dabei zu unterstützen, diese Themen in ihre Investitionsentscheidungsprozesse einzubauen. So tragen Unterzeichner zu einem nachhaltigeren globalen Finanzsystem bei. Die Ziele sind freiwillig und unverbindlich.

Zu den sechs Prinzipien gehören: 

  1. Wir werden Environment Social Governance-Themen (ESG) in Investmentanalyse- und Entscheidungsfindungsprozesse einbeziehen.
  2. Wir werden aktive Aktionäre sein und ESG-Themen in unsere Engagementpolitik und – praxis integrieren
  3. Wir werden auf angemessene Offenlegung von ESG-Themen bei den Unternehmen achten, in die wir investieren.
  4. Wir werden die Akzeptanz und die Umsetzung der Grundsätze in der Investmentindustrie vorantreiben.
  5. Wir werden zusammenarbeiten, um die Effektivität bei der Umsetzung der Grundsätze zu steigern.
  6. Wir werden jeder über unsere Aktivitäten und Fortschritte bei der Umsetzung der Grundsätze berichten.

Frankfurter Erklärung

Die Lloyd Fonds AG bekennt sich seit Juni 2019 zusammen mit über 50 Banken, Unternehmen, Hochschulen und Nichtregierungsorganisationen zu dem Ziel, nachhaltige Infrastrukturen im Finanzsystem zu schaffen.

Die „Frankfurter Erklärung“ entstand auf Initiative der Deutschen Börse und bildet den Ausgangspunkt eines offenen Dialogs. Auf der Agenda der gemeinsamen Nachhaltigkeitsinitiative stehen insbesondere:

  • Die Rahmenbedingungen einer nachhaltigen Finanzwirtschaft definieren und auf dieser Basis konkrete Initiativen zur Umsetzung neuer Strukturen anstoßen.
  • Maßnahmen, Produkte und Services identifizieren, um das Potenzial nachhaltiger Finanzmarktinfrastrukturen zu mobilisieren und für eine positive Entwicklung von Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt einzusetzen.
  • Die Verantwortung des Finanzplatzes Frankfurt für das Erreichen der UN Sustainable Development Goals identifizieren und durch die Formulierung von wesentlichen Indikatoren den Beitrag des Finanzdienstleistungssektors zur Erreichung der nachhaltigen Entwicklungsziele messbar machen.
  • die Unternehmensführung nach den Prinzipien des UN Global Compact, den Inhalten des UNEP Statement of Commitment by Financial Institutions on Sustainable Development und/oder den PRI Principles for Responsible Investment ausrichten und ihre Entwicklung jährlich in der jeweils geforderten Form offenlegen.

Die Lloyd Fonds AG unterstützt die Initiative aufgrund der Bedeutung des Finanzdienstleistungssektors als wichtigem Treiber einer nachhaltigen Entwicklung von Wirtschaft und Gesellschaft.

Frankfurter Erklärung pdf

Sustainable Finance-Beirat

Die Bundesregierung hat im Juni 2019 einen Beirat für „Sustainable Finance“ eingesetzt. Der Beirat soll die Bundesregierung bei der Ausarbeitung und Umsetzung ihrer Sustainable Finance-Strategie beraten, bestehende Expertise bündeln und den Dialog zwischen den relevanten Akteuren fördern. 

Michael Schmidt, Vorstand und Chief Investment Officer der Lloyd Fonds AG, ist Mitglied im Sustainable Finance-Beirat der Bundesregierung, als ein Vertreter der Assetmanager und Assetowner.

Unter Sustainable Finance (nachhaltige Finanzen) versteht die Bundesregierung die Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten bei Entscheidungen der Finanzmarktakteure. Das Gremium setzt sich zusammen aus Vertreter*innen aus Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Wissenschaft sowie verschiedener Bundesressorts.

Um nachhaltiges Handeln im Finanzsektor zu stärken, wird derzeit auf Initiative des Bundesfinanz- und des Bundesumweltministeriums sowie in enger Abstimmung mit dem Bundeswirtschaftsministerium eine Sustainable Finance Strategie für Deutschland entwickelt. Dabei geht es auch darum, Sustainable Finance als Wettbewerbsvorteil zu nutzen, um den Finanz- und Wirtschaftsstandort Deutschland langfristig zu stärken.

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