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Information

Corporate Governance steht für eine verantwortungsvolle und transparente Führung und Kontrolle von Unternehmen. Für den Lloyd Fonds-Konzern hat das Thema Corporate Governance eine große Bedeutung. Gemeinsames Ziel von Vorstand und Aufsichtsrat ist es, für den Bestand des Unternehmens und seine nachhaltige Wertschöpfung zu sorgen.

Orientierung am Deutschen Corporate Governance Kodex

Der Deutsche Corporate Governance Kodex (im Folgenden DCGK) enthält international und national anerkannte Standards guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung. Corporate Governance umfasst das gesamte System der Leitung und Überwachung eines Unternehmens. Hierzu zählen, neben seiner Organisation, geschäftspolitische Grundsätze und Werte, Leitlinien sowie interne und externe Kontroll- und Überwachungsmechanismen.

Eine gute und verantwortungsbewusste Corporate Governance soll maßgeblich zu einer verantwortungsvollen Unternehmensleitung und -kontrolle beitragen. Die effiziente Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Aufsichtsrat, die Achtung der Aktionärsinteressen, Offenheit und Transparenz sowie ein Bewußtsein für die Wirkungen des Geschäftsmodells auf Umwelt und Gesellschaft sind wesentliche Aspekte guter Corporate Governance. Zudem soll sie das Vertrauen von Aktionären, Investoren, Geschäftspartnern und Mitarbeitern sowie der Öffentlichkeit in ein Unternehmen fördern.

Da die Lloyd Fonds AG aufgrund der Notierung im Freiverkehr (Segment Scale) nicht zu den börsennotierten Gesellschaften im Sinne des § 161 Abs. 1 AktG gehört, sind Vorstand und Aufsichtsrat derzeit rechtlich nicht verpflichtet, jährlich zu erklären, dass dem DCGK entsprochen wurde bzw. wird und welche Empfehlungen des Kodex nicht angewendet wurden oder werden und warum nicht. Der Vorstand der Gesellschaft hat mit Zustimmung des Aufsichtsrats der Lloyd Fonds AG am 21. Februar 2019 gleichwohl entschieden, sukzessive ausgewählte Empfehlungen des DCGK umzusetzen. Hierzu beabsichtigt die Gesellschaft zu prüfen, welche Empfehlungen des DCGK umgesetzt und beachtet werden sollen. Anders als von § 161 AktG üblicherweise vorgesehen, soll, jedenfalls zunächst, nicht in einer Entsprechenserklärung dargelegt und erklärt werden, welche Empfehlungen nicht angewendet wurden oder werden und warum nicht.

Hamburg, im Mai 2020

Satzung der Lloyd Fonds AG (Stand Dezember 2019) pdf

PRI

Die Lloyd Fonds AG hat im Juni 2019 erklärt, die Unternehmensführung an den PRI Principles for Responsible Investment auszurichten.

Die UN Principles for Responsible Investment (UN PRI), deutsch: Prinzipien für verantwortliches Investieren (UNPRI), sind eine 2006 gegründete Investoreninitiative in Partnerschaft mit der Finanzinitiative des UN-Umweltprogramms UNEP und dem UN Global Compact. Die von den Vereinten Nationen unterstützte Initiative ist ein internationales Investorennetzwerk, das sechs Prinzipien für verantwortungsvolle Investments erstellt hat und umsetzen will. Ziel ist es, die Auswirkungen von Nachhaltigkeit für Investoren zu verstehen und die Unterzeichner dabei zu unterstützen, diese Themen in ihre Investitionsentscheidungsprozesse einzubauen. So tragen Unterzeichner zu einem nachhaltigeren globalen Finanzsystem bei. Die Ziele sind freiwillig und unverbindlich.

Zu den sechs Prinzipien gehören: 

  1. Wir werden Environment Social Governance-Themen (ESG) in Investmentanalyse- und Entscheidungsfindungsprozesse einbeziehen.
  2. Wir werden aktive Aktionäre sein und ESG-Themen in unsere Engagementpolitik und -praxis integrieren
  3. Wir werden auf angemessene Offenlegung von ESG-Themen bei den Unternehmen achten, in die wir investieren.
  4. Wir werden die Akzeptanz und die Umsetzung der Grundsätze in der Investmentindustrie vorantreiben.
  5. Wir werden zusammenarbeiten, um die Effektivität bei der Umsetzung der Grundsätze zu steigern.
  6. Wir werden jeder über unsere Aktivitäten und Fortschritte bei der Umsetzung der Grundsätze berichten.

Frankfurter Erklärung

Die Lloyd Fonds AG bekennt sich seit Juni 2019 zusammen mit über 50 Banken, Unternehmen, Hochschulen und Nichtregierungsorganisationen zu dem Ziel, nachhaltige Infrastrukturen im Finanzsystem zu schaffen.

Die „Frankfurter Erklärung“ entstand auf Initiative der Deutschen Börse und bildet den Ausgangspunkt eines offenen Dialogs. Auf der Agenda der gemeinsamen Nachhaltigkeitsinitiative stehen insbesondere:

  • Die Rahmenbedingungen einer nachhaltigen Finanzwirtschaft definieren und auf dieser Basis konkrete Initiativen zur Umsetzung neuer Strukturen anstoßen.
  • Maßnahmen, Produkte und Services identifizieren, um das Potenzial nachhaltiger Finanzmarktinfrastrukturen zu mobilisieren und für eine positive Entwicklung von Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt einzusetzen.
  • Die Verantwortung des Finanzplatzes Frankfurt für das Erreichen der UN Sustainable Development Goals identifizieren und durch die Formulierung von wesentlichen Indikatoren den Beitrag des Finanzdienstleistungssektors zur Erreichung der nachhaltigen Entwicklungsziele messbar machen.
  • Die Unternehmensführung nach den Prinzipien des UN Global Compact, den Inhalten des UNEP Statement of Commitment by Financial Institutions on Sustainable Development und/oder den PRI Principles for Responsible Investment ausrichten und ihre Entwicklung jährlich in der jeweils geforderten Form offenlegen.

Die Lloyd Fonds AG unterstützt die Initiative aufgrund der Bedeutung des Finanzdienstleistungssektors als wichtigem Treiber einer nachhaltigen Entwicklung von Wirtschaft und Gesellschaft.

Frankfurter Erklärung pdf

Sustainable Finance-Beirat

Die Bundesregierung hat im Juni 2019 einen Beirat für „Sustainable Finance“ eingesetzt. Der Beirat soll die Bundesregierung bei der Ausarbeitung und Umsetzung ihrer Sustainable Finance-Strategie beraten, bestehende Expertise bündeln und den Dialog zwischen den relevanten Akteuren fördern. 

Michael Schmidt, Vorstand und Chief Investment Officer der Lloyd Fonds AG, ist Mitglied im Sustainable Finance-Beirat der Bundesregierung, als ein Vertreter der Assetmanager und Assetowner.

Unter Sustainable Finance (nachhaltige Finanzen) versteht die Bundesregierung die Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten bei Entscheidungen der Finanzmarktakteure. Das Gremium setzt sich zusammen aus Vertreter*innen aus Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Wissenschaft sowie verschiedener Bundesressorts.

Um nachhaltiges Handeln im Finanzsektor zu stärken, wird derzeit auf Initiative des Bundesfinanz- und des Bundesumweltministeriums sowie in enger Abstimmung mit dem Bundeswirtschaftsministerium eine Sustainable Finance Strategie für Deutschland entwickelt. Dabei geht es auch darum, Sustainable Finance als Wettbewerbsvorteil zu nutzen, um den Finanz- und Wirtschaftsstandort Deutschland langfristig zu stärken.

Der Sustainable Finance-Beirat stellt seinen aktuellen Diskussionsstand mit einem Zwischenbericht von März 2020 zur Diskussion. Der Zwischenbericht ist eine erste Diskussionsgrundlage für die Erarbeitung einer deutschen Sustainable Finance-Strategie. Ziels ist es, Deutschland zu einem führenden Sustainable Finance-Standort weiterzuentwickeln.

Zwischenbericht des Sustainable-Finance-Beirats pdf

Carbon Disclosure Project

Seit Januar 2020 ist die Lloyd Fonds AG Mitglied im Carbon Disclosure Project (CDP). 

CDP ist eine Gemeinnützige Organisation. Sie wurde mit dem Ziel gegründet, ein globales Offenlegungssystem für Umweltdaten zu betreiben. Hierbei werden Unternehmen, aber auch Kommunen  jährlich aufgefordert  Treibhausgasemissionen, Lieferketten-, Wassernutzungs- und Entwaldungsdaten sowie die damit verbundenen Strategien anhand von standardisierten Fragebögen auf freiwilliger Basis zu veröffentlichen.  Die Organisation verwaltet mittlerweile nach eigenen Angaben die weltweit größte Datenbank ihrer Art. Über 8.400 Unternehmen berichten Ihre Umweltinformationen an CDP. Zudem Veröffentlichen über 500 Investoren mit einem Vermögen von rund 96 Billionen US-Dollar mittels des CDP Umweltinformationen über ihre Assets.

Das CDP ist unabhängig und finanziert sich durch ein breites Spektrum an Sponsoren, außerdem durch Mitgliedsbeiträge und im Rahmen von besonderen Projekten und Partnerschaften. Die von den Unternehmen freigegebenen Daten und die jährlichen CDP Berichte sind auf der Internetseite des CDP für alle Interessenten frei verfügbar. Die Investoren, die das CDP unterstützen, erhalten auch Zugang zu nicht-öffentlichen Informationen. 

Wir gehen davon aus, dass sich die Datenbasis, aufgrund der zunehmenden Relevanz des Themas Nachhaltigkeit im Finanzwesen im Zusammenhang mit dem notwendigen Strukturwandel, stetig verbessern und die Anzahl der berichtenden Unternehmen ansteigen wird. 
 

Partnerschaft mit dem WWF

Die Lloyd Fonds AG und die Umweltstiftung WWF Deutschland haben eine strategische Partnerschaft abgeschlossen.

Die Partnerschaft mit der Lloyd Fonds AG ist für den WWF Deutschland die erste dieser Art im Asset Management-Markt in Deutschland. Hauptziel der Partnerschaft ist es, Umwelt- und Ressourcenschutz mittels nachhaltiger Investments zu fördern. Die seit dem 1. Januar 2020 bestehende Partnerschaft ist langfristig angelegt und hat zunächst eine Laufzeit von drei Jahren. 
 
Die strategische Partnerschaft soll zur Realisierung der „Nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen“ (Sustainable Development Goals - SDGs) beitragen. Sie zielt auf die Einführung und Weiterentwicklung einer innovativen Systematik der Unternehmensanalyse und -bewertung, die ausgewählte ökologische Unterziele der SDGs als Messgrößen nutzt. 
 
Die Lloyd Fonds AG wird zur Messung von Transitionspfaden ein innovatives SDG-Datenprojekt mit dem WWF Deutschland realisieren sowie ein Benchmarking zur CO2-Reduktion der Portfoliounternehmen in den Investmentfonds erstellen. Dafür wird die eigene cloudbasierte, hochleistungsfähige Digital Asset Plattform 4.0 genutzt. 
 
Zentrales organisatorisches Element der Partnerschaft mit dem WWF Deutschland ist die Beratung der Lloyd Fonds AG und der geplanten Lloyd Fonds-Stiftung durch Matthias Kopp. Matthias Kopp ist Leiter Sustainable Finance vom WWF Deutschland und Mitglied des Sustainable Finance Beirats der Bundesregierung. Er wird Mitglied im erweiterten Stiftungsrat der Lloyd Fonds-Stiftung. 
Der erste Investmentfonds, der die Partnerschaft der Lloyd Fonds AG mit dem WWF Deutschland umsetzt, ist der Dividendenfonds „Lloyd Fonds - Green Dividend World“.
 

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