Veröffentlicht am 07.08.2006
MS LLOYD PARSIFAL: Die Zukunft im Langstrecken-Containerverkehr
Lloyd Fonds bietet Containerriesen mit 8.204 TEU als Fonds an
Hamburg, 07.08.2006. Ab sofort können Anleger den neuen Schiffsfonds MS "LLOYD PARSIFAL" des Hamburger Emissionshauses Lloyd Fonds AG zeichnen. Mit seiner Ladekapazität von 8.204 TEU (20 Fuß Standardcontainer) zählt dieses moderne Post-Panamax-Containerschiff zu den größten der Welt. Der Containerriese ist 335 Meter lang, 42,8 Meter breit und kann über 100.000 Tonnen Gewicht tragen.
Das Schiff bedient den Schifffahrtstrend hin zu internationalen Logistik-Drehkreuzen: Da die Transportpreise pro Container mit steigender Schiffsgröße sinken, wird die Fracht auf immer größeren Schiffen gebündelt und zwischen den großen Umschlaghäfen, besonders auf Langstrecken wie Ostasien-Europa oder den Transpazifikrouten, eingesetzt. An den Logistik-Drehkreuzen, den sogenannten "Hubs", werden die Schiffsladungen neu zusammengestellt und mit kleinen Schiffen entlang der so genannten "Spokes" zu ihren endgültigen Bestimmungshäfen weiterbefördert. Dieses Transshipment genannte Umschlagen der Container wächst mit jährlich 14 Prozent sogar noch schneller als der allgemeine Containerumschlag, der laut der Beratungsagentur Drewry bis 2010 um immerhin 10 Prozent pro Jahr zunehmen soll. Die Bedeutung des Hub-and-Spoke-Konzeptes zeigt sich zum Beispiel in Häfen wie Colombo (Sri Lanka) oder Singapur, wo inzwischen über 70 Prozent des Containerumschlags durch Transshipment erzielt werden.
Bevorzugte Routen für die Riesencontainerschiffe über 6.000 TEU sind nach Zahlen des Instituts für Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL) zu 25 Prozent die Transpazifik-Routen, 66 Prozent der Schiffe dieser Größenklasse bedienen die Routen zwischen Europa und Ostasien, auf denen auch die "LLOYD PARSIFAL" fährt. Durch das überproportionale Wirtschaftswachstum der asiatischen Länder wird gerade auf diesen Routen der Verkehr weiter stark zunehmen. Allein die chinesische Wirtschaft soll laut OECD in diesem Jahr um 9,7 Prozent wachsen. Die Marktakzeptanz der Post-Panamax-Schiffe zeigt sich auch an den Ausbauplänen für die Häfen in Hamburg, Shanghai und Shenzhen oder den Neubauplänen für den Hafen von Willhelmshaven. "Die Containerschifffahrt bildet eine komplexe Logistikkette, in der viele verschiedene Größenklassen gebraucht werden", sagt Silke Iggesen, Leiterin des Vertriebs der Lloyd Fonds AG. "Mit der 'LLOYD PARSIFAL' bieten wir unseren Anlegern nun auch einen der modernen Containerriesen zur Zeichnung an."
Lange Charter mit drittgrößter Linienreederei der Welt
Laut ISL gab es im April 2006 unter den weltweit 3.636 Containerschiffen erst 107 Schiffe mit über 7.000 TEU. Die guten Perspektiven dieser Größenklasse zeigen sich in den langen Charterverträgen, die von den Reedereien geschlossen werden. So konnte auch das MS "LLOYD PARSIFAL" zu einer Tagesrate von 35.500 US-Dollar für neun Jahre ab Übernahme fest an die drittgrößte Linienreederei CMA CGM verchartert werden. Damit ist der Fonds bis mindestens Mitte März 2016 unabhängig von der Entwicklung der Chartermärkte. "Wir haben die Beteiligung vorsichtig kalkuliert", sagt Iggesen. "Für die Anschlusscharter haben wir 36.500 US-Dollar angesetzt, was auch der Verlängerungsoption des Charterers entspricht."
Der Charterer der "LLOYD PARSIFAL", die französische CMA CGM, wurde von der niederländischen Rating-Agentur Dynamar im Mai 2006 auf der Skala von 1 für geringes Risiko bis 10 für hohes Risiko mit dem sehr guten Bonitätsrating 1 bis 2 bewertet. Ebenfalls vorteilhaft für die Anleger: Das Riesencontainerschiff wurde bereits am 16. Februar 2006 in Dienst gestellt. Damit besteht für die "LLOYD PARSIFAL" kein Werftablieferungsrisiko.
Eckdaten der Schiffsbeteiligung MS "LLOYD PARSIFAL"
Der Fonds MS "LLOYD PARSIFAL" fährt als Renditefonds von Anfang an unter Tonnagesteuer. Diese Art der pauschalen Gewinnermittlung ergibt eine geringe laufende Steuerzahlung, die beispielsweise bei einer Beteiligungssumme von 100.000 Euro und höchster Steuerprogression nur rund 120 Euro pro Jahr beträgt. Der Veräußerungsgewinn des Schiffes zum Ende der Fondslaufzeit kann steuerfrei vereinnahmt werden. Das Emissionsvolumen des Fonds beträgt 27,5 Millionen Euro, das Investitionsvolumen rund 84,8 Millionen Euro. Die Mindestbeteiligung liegt bei 15.000 Euro. Die Einzahlung wird in zwei Tranchen erfolgen: 30 Prozent werden zusammen mit dem Agio nach der Zeichnung fällig, 70 Prozent zum 15. Januar 2007. Die prognostizierten jährlichen Auszahlungen steigen von 7 Prozent im Jahr 2008 auf bis zu 25 Prozent ab dem Jahr 2024, die Auszahlungen erfolgen halbjährlich.



